Der menschliche Körper ist ein bemerkenswertes System. Er ist eins mit der Umwelt und hat sich an Umstände angepasst, die er nicht kontrollieren kann. Dies wird durch unsere einzigartige Reaktion auf den Auf- und Untergang der Sonne veranschaulicht. Es ist kein Wunder, dass unsere Vorfahren die Sonne angebetet haben. Sie bringt Licht und Wärme, lässt Pflanzen wachsen und Menschen gedeihen. Seit es Menschen gibt, hat sie ihnen den Anfang und das Ende des Tages signalisiert und Lebensenergie und Wohlstand symbolisiert.

Biologische Zeitmessung

Im Laufe der Zeit entwickelten die Menschen ein biologisches Zeitmessungs-System, das sich auf diesen Zyklus bezog. Es diente dazu, ein ähnliches Zeitmessungssystem aufrechtzuerhalten, das jedoch unabhängig von den Einflüssen der Umwelt funktioniert. (Deboer) Dies ermöglicht es uns, einen ähnlichen Zyklus aufrechtzuerhalten, unabhängig davon, ob wir unter den Sternen schlafen oder die Nacht durcharbeiten. Wäre es doch nur so einfach. Aber diese zirkadianen Rhythmen sind ein Grund dafür, dass manche Menschen scheinbar nicht genug Schlaf bekommen oder sich nicht darauf einstellen können zur „richtigen“ Zeit zu schlafen.

Das Wort „circadian“ bedeutet „über einen Tag“. Es ist aus dem Lateinischen von circa abgeleitet, was „um“ beziehungsweise „Tag“ bedeutet. Bezeichnenderweise sind zirkadiane Rhythmen nicht genau ein Tag. Tatsächlich arbeitet unser Gehirn ständig gegen einen 24-Stunden-Tag. Es hat sich gezeigt, dass dieser Zyklus die 24 Stunden um 15 bis 30 Minuten übersteigt. Studien haben gezeigt, dass Menschen, wenn sie ohne die Hilfe externer Reize in einen dunklen Raum gebracht werden, oft einen Schlaf-Wach-Zyklus von mehr als 24 Stunden beibehalten.
Dies erklärt auch warum es uns leichter fällt Zeitzonen Richtung Westen zu wechseln. Im normalen Ablauf wird unser Tag ständig etwas verkürzt. Wenn wir nach Westen reisen, haben wir die Möglichkeit „verlorene Zeit aufzuholen“. Die Zeitumstellung ermöglicht es uns, unseren Tag zu verlängern. Die reale Welt funktioniert jedoch nicht auf diese Weise, und wir arbeiten ständig gegen die Uhr.

Das ist für einige Menschen in Ordnung, kann aber für andere eine große Herausforderung darstellen. Wer an Schlaflosigkeit leidet, muss zusätzlich zu allem anderen auch noch gegen die natürliche Neigung seines Gehirns arbeiten, die Schlafdauer ausdehnen zu wollen.

Chronobiologie und der Einfluss auf Schlaf

Chronobiologie ist die Lehre von biologischen Rhythmen und konzentriert sich auf die Untersuchung physiologischer und psychologischer Reaktionen auf Reize. Störungen, die durch Schwierigkeiten mit diesem Rhythmen entstehen, beeinflussen Schlaf und Stimmung. Personen, die in nördlichen Regionen leben und an einer jahreszeitlich bedingten affektiven Schlafstörung leiden, müssen sich (insbesondere die Augen) in den Wintermonaten tagsüber ausreichend Licht aussetzen. Diese Exposition gegenüber Licht ist ebenso wichtig ist wie das Entfernen von Lichtquellen beim Schlafen. Der Körper braucht das Licht und die Dunkelheit um den zirkadianen Rhyhtmus aufrecht erhalten zu können.

Wir können unserem Gehirn mit so genannten „Zeitgebern“ helfen sich auf den Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen. Dabei werden externe Einflüsse wie Licht, Temperatur oder Mahlzeiten genutzt den Körper auf die richtige Zeit einzustellen.

Der Einfluss von Licht und Dunkelheit

Wie können Sie Licht und Dunkelheit nutzen, um Ihren Schlaf-/Wachzyklus zu verbessern?

  • Halten Sie einen regelmäßigen Schlafzyklus aufrecht, indem Sie zur gleichen Zeit zu Bett gehen und zur gleichen Zeit aufstehen.
  • Machen Sie das Schlafzimmer so dunkel wie nur möglich. Verdunkeln sie mit Rolladen oder tragen Sie eine Schlafmaske.
  • Ziehen Sie ein Lichttherapiegerät für den Morgen in Betracht, um die Schläfrigkeit auf natürliche Weise zu vertreiben und die natürliche Serotoninproduktion zu stimulieren.
  • Legen Sie Ihre eigenen Schlafrituale fest – Ihre persönlichen Zeitgeber. Starten Sie die Rituale eine halbe Stunde bevor Sie ins Bett gehen. So signalisieren Sie Ihrem Körper und Gehirn, dass es Schlafenszeit ist.
  • Machen Sie Zenbev zu einem „Zeitgeber“-Ritual. Es hilft die Schlafenszeit einzuläuten und auch die natürliche Serotonin- und Melatoninproduktion zu stimulieren.